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Ab sofort verfügbar: AlmaLinux für deine Server

Ab sofort verfügbar: AlmaLinux für deine Server

Veröffentlicht am 18. Januar 2024
  6 Min. Lesezeit
  Aktualisiert am 11. November 2024

Good News: Ab sofort bieten wir das Betriebssystem AlmaLinux für all unsere vServer und Rootserver an. Erfahre mehr über das Betriebssystem und wie du es installieren kannst.

Ein Laptop auf einem Schreibtisch. Auf dem Bildschirm ist das Logo des Betriebssystems AlmaLinux vor buntem Hintergrund zu sehen.

Inhalt

Wir bieten ab sofort das Betriebssystem AlmaLinux für unsere vServer und dedicated Server an! AlmaLinux ist eine kostenlose und stabile Linux-Distribution, die auf CentOS basiert und von der Open-Source-Community unterstützt wird. Wenn du ein zuverlässiges und sicheres Betriebssystem für deine Server suchst, bist du mit AlmaLinux bestens beraten.

AlmaLinux als Ersatz für CentOS

AlmaLinux wurde als Reaktion auf die Ankündigung von Red Hat entwickelt, dass sie die Unterstützung für CentOS 8 im Jahr 2021 einstellen werden. Viele Nutzer von CentOS waren verunsichert, wie es mit ihrem Betriebssystem weitergehen würde und suchten nach einer Alternative. AlmaLinux bietet eine solche Alternative, denn es ist ein 1:1-kompatibler Nachfolger von CentOS 8, der dieselben Funktionen und Sicherheitsupdates bietet, aber ohne Lizenzgebühren oder Abonnementkosten.

AlmaLinux bietet einige Vorteile gegenüber anderen Linux-Distributionen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Es ist kostenlos und wird immer kostenlos bleiben: AlmaLinux wird von der AlmaLinux Foundation finanziert, einer gemeinnützigen Organisation, die sich dem Erhalt und der Förderung von AlmaLinux verschrieben hat.
  • Es ist stabil und sicher: AlmaLinux basiert auf dem bewährten Code von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und wird regelmäßig mit Sicherheitspatches und Bugfixes versorgt. Außerdem hat AlmaLinux eine lange Lebensdauer von mindestens 10 Jahren, was bedeutet, dass du dir keine Sorgen um einen plötzlichen Support-Abbruch machen musst.
  • Es ist Community-getrieben: AlmaLinux wird von einer aktiven und engagierten Community entwickelt, die ständig an der Verbesserung und Erweiterung des Betriebssystems arbeitet. Du kannst dich jederzeit an der Entwicklung beteiligen oder Feedback geben, indem du dich dem AlmaLinux Forum oder dem AlmaLinux Chat anschließt.
  • Es ist vielseitig und anpassbar: AlmaLinux bietet eine große Auswahl an Software-Paketen, die du nach deinen Bedürfnissen installieren kannst. Ob du einen Webserver, einen Datenbankserver, einen Mailserver oder einen Anwendungsserver betreiben willst – mit AlmaLinux hast du alle Möglichkeiten. Außerdem kannst du das Betriebssystem mit verschiedenen Tools und Skripts ganz nach deinen Wünschen konfigurieren.

Wie kann ich AlmaLinux auf meinen Servern installieren?

Im AlmaLinux Wiki findest du eine detaillierte Anleitung, wie du das Betriebssystem via USB-Stick auf deinen Servern installierst (Englisch). Die wichtigsten Punkte haben wir für dich übersetzt.

Systemanforderungen

  • Disk Größe: 10 GB Minimum, 20 GB empfohlen
  • Minimum 1.5 GB RAM
  • Ein USB-Stick mindestens der Größe 8 GB, 12 GB oder mehr empfohlen

Download von AlmaLinux ISO

AlmaLinux unterstützt die beiden Firmware-Interfaces BIOS und UEFI. Folgende vier Architekturen werden unterstützt:

  • Intel/AMD (x84_64)
  • ARM64 (Aarch64)
  • IBM PowerPC (ppc64le)
  • IBM Z (s390x)

Für jede unterstützte Architektur hat AlmaLinux drei ARten von ISOs:

  • boot: ein einziges Netzwerkinstallations-CD-Image, das Pakete über das Internet herunterlädt
  • minimal: ein minimales, in sich geschlossenes DVD-Image, das die Offline-Installation ermöglicht
  • dvd: ein komplettes Installations-DVD-Image, das meist alle AlmaLinux-Pakete enthält

Zusätzlich gibt es noch die ISO-Images latest und update. Latest bietet die neueste kleine Version der ausgewählten Hauptversion, wie AlmaLinux-9-latest. Update-Dateien sind ISOs, die neu aufgebaut wurden, einschließlich einiger Updates.

Für den Download an sich gibt es verschiedene Wege:

  • Download aus dem Mirror: Wähle den nächstgelegenen geografischen Mirror aus der Liste. Du benötigst das „version/isos/arch/“ Verzeichnis, um die passende ISO herunterzuladen.
  • Download aus dem Public Package Repository
  • Führe den curl-Befehl in der Befehlszeile aus.
    Hier der Befehl zum Download des DVD ISO von AlmaLinux 9.1:
    $ curl -O https://repo.almalinux.org/almalinux/9/isos/x86_64/AlmaLinux-9.1-x86_64-dvd.iso
    Ändere die Version, Architektur und den Typ zu denen, die du benötigst.
    curl ist übrigens in den aktuellen Versionen von Linux, macOS und Windows integriert.

ISO-Verifizierung

Die ISO-Verifizierung erfolgt mittels Überprüfung der jeweiligen checksum. Alle entsprechenden Befehle für Linux, macOS und Windows findest du im AlmaLinux Wiki.

Image auf einen USB-Stick schreiben

Linux

Verwende den dd-Befehl für jedes Linux OS.

Stecke deine Ziel-USB ein und suche diese. Hier einige Beispiele, wie du suchen kannst:

  • sudo fdisk: Dieser Befehl zeigt die angeschlossenen Blockspeicher, einschließlich der USB-Geräte.
  • lsblk: Dieser Befehl gibt alle verfügbaren Blockspeichergeräte an, einschließlich der USB-Blockspeicher.
  • sudo blkid: Dieser Befehl gibt die gleichen Informationen wie lsblk an, aber man muss es als root laufen lassen.

Du musst nach /dev/sda oder /dev/sdb oder /dev/sdc suchen, was dein Ziel-USB ist.

Nachdem du den Standort des Ziel-USB herausgefunden hast, navigiere zum Standort deiner ISO. Führe nun den dd-Befehl aus, um Dateien von ISO auf USB zu kopieren. Folgend das Beispiel für AlmaLinux 9.1. Ersetze im Befehl die Version durch die, welche du benötigst.

sudo dd if=./AlmaLinux-9.1-x86_64-dvd.iso of=/dev/sdX status=progress

  • dd: Starte den Befehl dd, um das DVD/CD-Image zu schreiben.
  • if=AlmaLinux-9.1-x86_64-dvd.iso: Pfad zur Eingabedatei.
  • of=/dev/sdX: Pfad zur Ziel-USB-Platte/Stick (du musst das ‚X‘ ersetzen).
  • status=progress: Anzeige einer Fortschrittsleiste beim Schreiben des Images auf den USB-Stick.

Windows

Für Windows OS gibt es die hilfreiche, kostenlose und Open-Source-Anwendung Rufus.

Öffne die Anwendung, wähle deine Ziel-USB und das benötigte ISO und drücke Start.

macOS

Für macOS gibt es das einfache, plattformübergreifende Tool balenaEtcher, um Images auf macOS zu schreiben. Öffne die Anwendung, wähle das Image und dein USB-Ziel und drücke auf Flash.

Du kannst auch den dd Befehl nutzen. Details zu den Befehls-Elementen findest du oben in der Beschreibung für Linux.

Installation

Bevor du mit der Installation starten kannst, musst du möglicherweise noch definieren, ob du den Systemmodus UEFI oder BIOS booten und installieren willst.

Sobald du den USB-Stick startest, erscheint das AlmaLinux Willkommensmenü und du wirst Schritt für Schritt durch die Installation geführt.

Wie kann ich meine Daten von einem anderen Betriebssystem zu AlmaLinux migrieren?

Mit dem AlmaLinux Migration Tool kannst du folgende Betriebssysteme zu AlmaLinux konvertieren:

  • CentOS 8
  • CentOS Stream 8, 9
  • Oracle Linux 8, 9
  • RHEL 8, 9
  • Rocky Linux 8, 9
  • Virtuozzo Linux (VZLinux) 8, 9

Das Tool unterstützt auch cPanel, Plesk und DirectAdmin Panels.

Wichtig: Erstelle ein Backup deines Systems, bevor du mit der Migration startest! So hast du die Möglichkeit zur Wiederherstellung, sollte während der Migration irgendetwas schiefgehen.

Die Befehle für die Migration findest du wiederum im AlmaLinux Wiki.

Brauchst du Unterstützung beim Start mit AlmaLinux?

Unser Support-Team hilft dir gerne weiter, wenn du bei der Installation von und/oder Migration zu AlmaLinux anstehst oder noch weitere Fragen hast. Kontaktiere uns dafür einfach via Ticketingsystem im myhosttech-Kundencenter oder telefonisch.

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