Status
Ein Blick in die Vergangenheit

Datacenter DATAROCK: Vom Militärspital zum Databunker

Eingang zum Datacenter Datarock
Janine Reichlin

17. September 2021

Unser Datacenter Datarock in Nottwil (Luzern, Schweiz) liegt 15 Meter unter dem Boden. Das hat seinen Grund. Denn der unterirdische Bunkerkomplex fungierte früher als Militärspital der Schweizer Armee. In diesem Blogbeitrag gewähren wir dir einen Einblick in vergangene Zeiten.

Die Spuren der Vergangenheit

Wenn wir heute durch die endlosen Gänge unseres Datacenters «DATAROCK» gehen, erinnern noch einige Details an den früheren Verwendungszweck des Gebäudes. Türschilder mit Aufschriften wie «Büro Kdt/Adj», «Büro 3 der Dienste» oder «Salzlager», aber auch Gittertüren und Gehörschütze der Schweizer Armee lassen an vergangene Zeiten erinnern. Doch so lange ist es noch gar nicht her, dass der riesige Bunkerkomplex nicht mehr als Militärspital bereitsteht.

Quelle: hosttech GmbH

Der Ursprung des ehemaligen Militärspitals

Der Spatenstich für das Militärspital erfolgte am 5. April 1988. Rund drei Jahre später am 20. September 1991 folgte dann die Eröffnung.

Wie Oberfeldarzt und Direktor des Bundesamtes für Sanität, Divisionär P. Eichenberger, bei der Einweihung am 20. September 1991 schreibt, sei mit dem Militärspital Nottwil (Luzern, Schweiz) ein drittes, großes Bauwerk im «humanitären Geiste des Dienens am leidenden Mitmenschen» vollendet worden. Denn auch das Ausbildungszentrum des Schweizerischen Roten Kreuzes sowie das Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) befinden sich im luzernischen Nottwil. So war es denn auch die Absicht, den Patienten des SPZ bei Bedarf einen Teil des Militärspitals zur Verfügung zu stellen.

Die Fakten

Der gigantische Bunkerkomplex umfasst eine Fläche von 8’867 m2. Hier ein paar Kennzahlen:

  • 4 Stockwerke
  • 2 Treppenlifte
  • 2 Bettenlifte
  • 4 Operationstische
  • 500 Patientenplätze
  • 541 Mitarbeitende müssten im Falle einer Mobilmachung im Spital arbeiten

Einrichtung

«Das Militärspital besteht aus Eisenbeton mit einem Schutzgrad 3 bar gemäß TWO 77 des Bundesamtes für Zivilschutz», so steht es im Dokument von 1991.

Das Militärspital war in folgende Bereiche aufgeteilt:

  • Geschützte Zugänge
  • Aufnahmebereich
  • Operationsbereich
  • Überwachungsstation
  • Pflegebereich
  • Isoliereinheit
  • Pharmazeutische Abteilung
  • Wirtschaftsbereich
  • Büros und Unterkunft der Truppe
  • Gebäudetechnik

Einige Impressionen der obengenannten Abteilungen:

Gebäudetechnik

Vom Militärspital zum Datacenter

Glücklicherweise musste das Militärspital nie für seinen ursprünglichen Zw