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Folding@hosttech – Wir hacken das Coronavirus

Folding@hosttech – Wir hacken das Coronavirus

Veröffentlicht am 6. Mai 2020
  4 Min. Lesezeit
•  Aktualisiert am 11. November 2024

Dass die Coronazeit mühsam ist, wissen wir alle. Doch um schnellstmöglich aus dieser Situation zu kommen, schaut die hosttech GmbH nicht nur zu, sondern beteiligt sich nun mit Rechenleistung an der Suche nach einem Heilmittel.

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Auf der Suche nach Lösungen

Die Coronazeit ist speziell. Begriffe wie Distance Learning für die Schüler oder Homeoffice für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind in unseren alltäglichen Sprachgebrauch eingeflossen. Auch wir bei hosttech haben in den Homeoffice-Modus gewechselt. Doch das heisst nicht, dass wir nichts tun. Im Gegenteil: Wir helfen nun aktiv dabei mit, das Coronavirus zu hacken.

Aber von Anfang an. Ich persönlich habe, vor allem am Anfang dieser Zeit, die neusten Informationen wie ein Schwamm aufgesogen. Doch das ändert leider auch nichts an der Tatsache, dass man in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist und überall nach Lösungen und Möglichkeiten sucht, die Grenzen auszureizen. Ich wollte mehr tun, als nur Zuhause zu arbeiten und nach der Arbeit nicht viel unternehmen zu können. Also fing ich an zu recherchieren.

Bei meinen Recherchen bin ich unter anderem auch auf das Projekt Folding@home gestoßen. Folding@home hilft bei der Suche nach einem Wirkstoff gegen verschiedene Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, das Zika-Virus oder neu eben auch das SARS-CoV-2 Virus.

Wie funktioniert Folding@home?

Bei Folding@home geht es grundsätzlich darum, dass man freie Rechenkapazität eines Computers zur Verfügung stellt, welche von Universitäten für die Forschung genutzt werden kann. Ziel ist, die Proteinstruktur des Virus zu entschlüsseln. Dazu werden Proteine „gefaltet“, um die Missbildungen (misfoldings), welche durch diese Krankheiten ausgelöst werden, besser verstehen zu können. Die komplexen Berechnungen dieser Faltungen (Foldings) werden in kleine Abschnitte, sogenannte „Work Units“ (WU), unterteilt. Die zur Verfügung gestellte Rechenleistung hilft bei diesen Berechnungen. Denn ein Computer erhält von einem Server ebendiese Unit, berechnet diese und sendet das Resultat an den Server zurück.
Je größer oder komplexer eine solche WU ist, desto mehr Credits werden dem Benutzer, welcher die Berechnung durchgeführt hat, gutgeschrieben.

Als ich intern angefragt wurde, ob ich das Projekt Folding@home kenne, war mir dies schon ein Begriff – ich hatte mich im Vorfeld schon darüber informiert und erst am Vortag noch darüber gelesen.

#hackingcorona

Entsprechend war ich begeistert, als ich erfuhr, dass #hackingcorona uns gefragt hatte, ob wir bereit wären, am Projekt teilzunehmen.

Die Kampagne #hackingcorona will die breite Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum über die Folding@home-Initiative informieren. Entstanden ist die Kampagne am #WirVsVirus-Hackaton der deutschen Bundesregierung. Die Kampagne beteiligt sich als Team an Folding@home.

hosttech hat eine hohe Position im Team WirVsVirus

Um Tests durchzuführen, haben wir sofort einige unserer Server eingesetzt, welche bereits eingerichtet aber noch nicht verkauft wurden.

Ihr wollt selbst zum Folder werden?

Die Einrichtung ist denkbar einfach. Man lädt das Programm von der Seite herunter, installiert und startet es. Schon kann das „Folden“ beginnen. Wenn ihr nebenbei noch am Computer arbeitet, empfiehlt es sich, die Leistung des Programms auf „Mittel“ (Medium) zu belassen. Unsere Server laufen unter Volllast (Full).

Wenn man beim Start keinen Benutzernamen angibt, so „foldet“ man als Benutzer „Anonymous“ – das hat nichts mit der Hackergemeinschaft zu tun – für das Team 0.
Der Benutzer Hosttech_GmbH foldet für das Team 246646 – WirVsVirus.

Wenn ihr einen eigenen Benutzer verwenden wollt, müsst ihr beim Start des Programms diesen entsprechend angeben. Ein Team oder Passkey muss nicht ausgewählt werden.
Wenn ihr ein Team gründen wollt, könnt ihr dies auf der folgenden Seite tun: https://apps.foldingathome.org/team

Wir wollen mehr

Unsere Server waren nun also bereits im Kampf gegen Corona, doch das reichte uns nicht. Wir erhielten von den Servern immer relativ kleine und einfache Working Units (WU) und wollten mehr dazu beitragen. Entsprechend haben wir angefangen, im Programm Feineinstellungen vorzunehmen. Doch auch damit gelangten wir nicht in einen Bereich, welcher unseren Ansprüchen genügte. Also haben wir erstmal weitere Server hinzugenommen, bis wir uns dann dazu entschlossen haben, zusätzlich GPU-Server einzusetzen.

So sieht der Folding@home Client aus

GPU-Server sind Server, welche die Rechenleistung vor allem auf die eingebaute Grafikkarte auslagern. Diese sind für solche Berechnungen besser geeignet und können daher noch größere und komplexere Berechnungen durchführen. Da laufen nun die ersten Tests.

Darüber und über andere Schritte des Projekts halten wir euch in den nächsten Tagen auf dem Laufenden. Seid gespannt, welche weiteren Schritte wir in die Wege leiten, um Corona mit unseren Servern zu knacken!

Und um den Kreis zu schließen, gibt es bei hosttech nun neben Distance Learning unserer Lernenden und Homeoffice unserer Mitarbeitenden, auch das neue Wort „folden“ im Kampf gegen Corona!

Seid ihr auch schon am Folden?

Bis dahin bleibt gesund und #staysafe

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Bild von Marius Meuwly

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